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Look for the magic!

Entmystifizierung der Immobilien-Miteigentümerschaft mit Crowdhouse

Das Miteigentum an Immobilien hat sich als innovativer Weg für Investoren erwiesen, sich auf dem Immobilienmarkt zu engagieren. Das Konzept sieht vor, dass mehrere Parteien gemeinsam in eine einzige Immobilie investieren, wobei jeder Investor rechtlich als Teileigentümer im Grundbuch eingetragen wird.

Crowdhouse, eine bahnbrechende Schweizer Plattform, hat dieses Modell seit ihrer Gründung im Jahr 2015 populär gemacht. Das von Ardian Gjeloshi und Robert Plantak mitbegründete Unternehmen erreichte 2018 schnell einen dominanten Marktanteil von 85 % im Bereich des Immobilien-Crowdinvestings.

Ein grundlegendes Wertversprechen des Miteigentumsansatzes ist die Risikostreuung. Durch Bruchteilseigentum können Anleger ihre Mittel auf mehrere Immobilien verteilen, anstatt ihr gesamtes Kapital in einer einzigen Immobilie zu binden, wodurch sie weniger Risiken ausgesetzt sind, die mit einer konzentrierten Investition verbunden sind.

Kritiker argumentieren jedoch, dass die Lebensfähigkeit des Modells stark von einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld abhängt. Wenn die Zinssätze steigen, könnten die Investitionsrenditen und die Wirtschaftlichkeit von Miteigentumsobjekten in Frage gestellt werden. Crowdhouse entgegnet, dass die über die Plattform vermittelten Immobilien selbst bei Zinssätzen von 3 % noch stabile Renditen erwirtschaften können, wenn der Verschuldungsgrad umsichtig begrenzt wird.

Aus Sicht der Investitionsanalyse ist eine gründliche Due-Diligence-Prüfung bei der Bewertung von Miteigentumsmöglichkeiten nach wie vor entscheidend. Umfassende Unterlagen wie Bewertungsberichte, Mietprognosen und Bewertungen Dritter helfen Investoren, das Ertragspotenzial und die Risiken einer Immobilie einzuschätzen.

Für Verkäufer erfordert der Übergang zu einer Miteigentumsimmobilie maßgeschneiderte Marketingstrategien im Vergleich zu einem typischen Hausverkauf, da die Zahl der Käufer unter den Investoren geringer ist. Die Bereitstellung detaillierter Finanzkennzahlen und die Darlegung der Investitionsthese sind von größter Bedeutung.

Da das Miteigentumsmodell weiter an Zugkraft gewinnt, bemühen sich Plattformen wie Crowdhouse um ein Gleichgewicht zwischen der Demokratisierung des Immobilienzugangs und der Beibehaltung solider Risikomanagementpraktiken. Letztendlich wird die langfristige Lebensfähigkeit dieses Ansatzes davon abhängen, ob es gelingt, wettbewerbsfähige, risikoangepasste Renditen für seine Investorenbasis zu erzielen. Abonnieren Sie Crowdhouse auf YouTube für weitere ausführliche Interviews, Podcasts und mehr!